Bürgenstock-Wanderung, 17. Juni 2001 (Karte)

Leitung und Bericht: Elisabeth Gründl
TeilnehmerInnen: Anna, Jolanda und Peter Sutter, Claudia Betschart, Uli Onken

Blick vom Seewligrat auf die verhangenen Gipfel
 
Blick vom Mattgrat gegen Rigi
 
 
Felsenweg heute und ein Stueck eines alten Wegs?!
 
neu gemachter Weg

Sollen wir oder sollen wir nicht? Die Wettererfahrungen der letzten beiden Wochenenden (jeweils nur 1 mal Regen, den aber ganztägig) und die Wetterprognose (wechselhaft) machen mich doch ziemlich unsicher. Es besteht zwar keine Absturzgefahr auf dem Bürgenstock, aber die Auf- und Abstiege sind manchmal recht steil und rutschig. Nachdem aber am Samstag ab und zu die Sonne sichtbar war und es am Sonntag eher besser werden sollte haben wir es gewagt.
Gegen 9:30 ging's von Stansstad bergauf. Von oben war es trocken, aber am Boden herrschten schottische Verhältnisse. Dass die Tourenleitung am Donnerstag beim Rekognostizieren nicht gemäht hatte und hüfthohes Gras und kratzige Himbeerstauden stehen gelassen hat, wurde von einigen Teilnehmern negativ angemerkt. Immerhin konnte die schöne Aussicht für diese Strapazen entschädigen. Gegen 11 Uhr erreichten wir den Seewligrat wo wir bei guter Aussicht nach Süden die erste Pause einlegten. Zum Glück waren die hohen Gipfel in Wolken, so wurden meine Ortskenntnisse nicht auf die Probe gestellt. Für die niedrigeren Gipfel hat es aber noch gereicht. Weiter ging es auf dem Seewligrat nach Honegg. Während der Toilettenpause schickte Petrus die erste Dusche. Diese dauerte aber nur so lange, bis alle die Regensachen aus dem Rucksack herausgeholt hatten. Sollen wir abkürzen und gleich zum Chänzli gehen oder über Wiesen hinab nach St. Jost? Alle wollen nach St. Jost. Dort konnten wir in der Sonne das Mittagessen einnehmen. Damit das Aufstehen nicht so schwer fiel, kamen ein paar Wolken und es fing an zu tröpfeln. Jetzt also wieder bergauf über den Mattgrat zum Felsenweg. Hier musste Claudia fleissig fotografieren. Für Japan und für ihren Bruder, der jetzt für die historischen Wege der Schweiz arbeitet. Petrus bescherte uns eine klare Sicht nach Norden. Im Süden sah es jetzt schlechter aus. Aber den haben wir ja schon gesehen. Also recht gemütlich zum Bürgenstock, wo es den nächsten kleinen Pausenhalt gab. Wegen drohender Wolken wollte jetzt aber keiner mehr wie geplant über den Schiltgrat nach Stansstad, sondern alle wollten lieber nach Kehrsiten. Den steilen rutschigen Abstieg haben wir bis auf einen folgenlosen Ausrutscher aufrecht überstanden. Hier, gegen Ende der Tour zeigte sich die hervorragende Organisation. Die Wiesen am Weg waren gemäht, das Dampfschiff lief gleichzeitig mit uns an der Anlegestelle ein (Es ist 17:10) und die Sonne schien auf die Berge und unsere Sitzplätze. Dank schweizerischer Pünktlichkeit konnten die Basler noch den Intercity erreichen. Um das Glück der Teilnehmer vollkommen zu machen läuft die Tourenleiterin im stürmischen Schauer nach Hause während die Basler vom trockenen Zugabteil den Regenbogen bewundern.
Die Auswertung der Teilnehmerkritik ergab, dass an Stelle eines eiskalten Sees zu Ende der Tour ein warmes Onsen vorgezogen wird. Es bleibt also noch "room for improvement". Ansonsten, denke ich, war es eine gelungene Tour.

St. Jost
 
Felsenweg am Buergenstock
 
Blick auf Luzern
 
 
Lift zum Gipfel


Copyright for all pictures: Claudia Betschart
Last revised: October 08, 2004