Voralpenwanderung Ibergeregg - Einsiedeln, 30. Juni 2002 (Ausschreibung) (Karte)

Leitung und Bericht: Vreni Gubler
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Betschart Claudia (Fotos), Bielinski John, Frei Marianne, Fricker Monika, Gründl Elisabeth, Jotterand Nathalie, Kossida Sophia, Operschall Bert, Schneider Margrith, Vogt Niggi, Wehrle Gabriela.

Gipfel Nummer 1:
Gipfel Nummer 1: Brünnelistock (1594m)
Brünnelistock
 
   
Aufstieg zum Furggelenstock  
   
jodelnder Club mit interessiertem Publikum auf dem Furggelenstock  
   
Gross und Klein Mythen hinter Alpenrosen  
   
   
   
kein Gipfel...
kein Gipfel - aber trotzdem ein Foto... wenn schon fast alle so schön aufgereiht sitzen
...nur eine Bank.
 
   
   
Mittagsrast oberhalb Butziflue  
   
Blütenmeer bei der Butziflue  
   
   
   
noch nicht der Gipfel!
ein fast-Gipfel, Vorgipfel des Amselspitz
 
   
   
   
   
Gipfel Nummer 4:
Gipfel Nummer 5: Amselspitz (1491m), so wie das Bänkli steht
 
Gipfel Nummer 5: Amselspitz (1491m), nach einigem Umarangieren, im besseren Licht
Amselspitz
 
   
   

Sonntagmorgen 07.00 Uhr finden sich die bekannten und unbekannten Teilnehmer in der Schalterhalle ein. Diesmal ist die Verständigungssprache abwechslungsweise Englisch, Französisch und Hochdeutsch; zwischendurch auch Basler-, Züri- und Ostschwiizerdütsch. Es ist erstaunlich, aber wir verstehen uns prächtig. Die reservierten Sitzplätze sind wie gewohnt in einem alten Wagen am Schluss der Zugskomposition mit natürlicher, saisonaler Klimabelüftung. Weil noch andere Gruppen in die gleiche Fahrtrichtung gebucht haben, heisst es zusammenrücken. In Arth Goldau müssen wir umsteigen und bei der nächsten Station in Schwyz bereits wieder aussteigen und zum Bus laufen. Welch ein Stress! Mit dem Bus fahren wir dann nur eine kleine Strecke, denn in Schwyz Hauptpost wartet schon der nächste Bus für die Fahrt auf die Ibergeregg. Wir sind nicht die Einzigen mit diesem Ziel, ein vollbesetzter Bus bringt uns auf der kurvenreichen Bergstrasse zur Passhöhe. Trotz dieser vielen Wechsel sind wir doch rasch auf der Passhöhe angelangt, alle Anschlüssen haben mit Schweizer Präzision geklappt.
Wie es sich gehört für unseren Sportclub, wird als erstes das Restaurant mit Sonnenterrasse aufgesucht, einerseits um aufzufüllen, andererseits aber auch um Unnötiges abzuladen. Punkt 10.07 Uhr und ein paar Sekunden marschieren wir wieder los und erklimmen 28 Minuten später den ersten Gipfel unserer Höhenwanderung, den Brünnelistock (1594m). Claudia unsere Clubfotografin, hat sich zum Tagesziel gesetzt jeweils ein Gipfelbild mit der Teilnehmergruppe zu schiessen. Stramm stehen wir vor dem Grosse Mythen, der uns seine sandsteinrote Südostflanke zeigt. Zuoberst thront die SAC-Hütte und man sieht den Hüttenweg als helle Serpentinen in der Felswand. Doch dieser Weg ist heute nicht unser Ziel. Auf saftigen Wiesen und zwischen bunten Blumen ziehen wir nordwärts, bald auf, bald ab. Am Himmel zieht eine leichte Wolkendecke auf, ob das schon die frühen Vorboten der angemeldeten nachmittäglichen Störung sind?
Auf dem nächsten Gipfel (Furggelenstock, mit 1656 m der Höchste) ist schon eine andere Wandergruppe versammelt. Zu unserer aller Freude bricht diese Gruppe bei unserer Ankunft in gefühlvolles Jodeln aus und die neugierigen Kühe die sich in den Sängerkreis mischen wollen, vervollkommnen das Schweizer Heimatbild. Unsere ausländischen Teilnehmer sind überwältigt! (Die sorgfältige Tourenvorbereitung hat geklappt!) Wir belohnen diese Einlage mit rauschendem Applaus. Claudia fotografiert aus allen Positionen und vergisst dabei fast ihren selbstgestellten Gruppengipfelbild-Auftrag.

Farn   Waldblumen       Lothar oder Borkenkäfer?

Steil geht es nun bergab und auf das Bergbeizli Furggelen mit Sonnenschirmen zu, aber pickelhart ziehen wir rechts daran vorbei und lassen die gastliche Stätte links liegen. Wollgras zeigt an, dass es feucht sein könnte, aber die Kurverwaltung hat für die Wanderer dicke Pfähle eingeschlagen, auf denen sich die Zonen mit grossen Schritten überbrücken lassen. Eine Bank mit Sicht auf die beiden Mythen und ins Alptal lädt zu kurzer Rast ein. Die trockenen Kehlen werden angefeuchtet und ein paar Erinnerungsbilder geschossen, doch der Mittagsrastplatz ist noch 20 Minuten entfernt. Die Mägen knurren bereits im Takt, also nichts wie los zum Gschwändstock (dem zweithöchsten Gipfel, 1616 m.ü.M). Auf einer grossen Feuchtwiese und am Abhang mit Aussicht Richtung Alpen lassen wir uns zur 40-Minuten-Mittagspause nieder. Die beiden Mythen sind schon weit in den Hintergrund gerutscht, auch die zuvor überquerten Gipfel sind schon fern am Horizont. Da unser Weiterweg nicht direkt über den Gipfel führt, steigen wir für das obligatorische Gipfelfoto noch die paar Meter hoch.

         
    Niggi, Monika und Margrith bei der Mittagsrast   Vreni und Bert geniessen die Aussicht bei der Mittagsrast

Dann geht's weiter. Durch den Wald steil bergab und damit haben wir Anlauf für den nächsten Aufschwung und ziehen vorbei an staunenden Kühen. Beim nächsten Gupf (Amselspitz, 1491m) ist die Aussichtsbank falsch herum aufgestellt, für das Foto müssen wir uns speziell arrangieren. Derweilen sind Monika und Marianne voll beschäftigt ein Plätzchen mit wunderbar reifen Walderdbeeren zu räumen und bald gesellen sich auch die andern dazu und helfen bei der Ernte.
Nachdem das Feld leer gepflückt ist, steigen wir die steile Lotharflanke ab und erblicken bereits vor uns den Sihlsee. Die Wolkendecke hat sich zu den Alpen hin verzogen und es scheint, dass wir um den Regenschirm-Einsatz herum gekommen sind. In der prallen Sonne geht es auf zuerst auf Teerstrassen, dann wieder auf einer Abkürzung durch den Wald immer bergab. Nach 5 Stunden stehen wir vor der Wahl, weiter auf der Strasse nach Einsiedeln oder nochmals einen Hügel in Angriff zu nehmen. Sportclubmässig entscheiden wir uns für den letzten Hügel und natürlich für ein weiteres Gipfelbild. Schweisstriefend geht es hinauf durch die Büsche wo uns auf dem Friherrenberg (1071m) zuletzt eine schöne Bank mit Aussicht auf den verlockend blitzenden See und die umliegenden Berge für die Mühe belohnt.

Die Trinkvorräte werden aufgebraucht, ich kündige an, dass unser Zug mit den reservierten Plätzen eigentlich um 17.00 Uhr abfährt, schlage aber vor, dass wir erst um 17.30 Uhr Einsiedeln verlassen, um die Klosterkirche in Ruhe zu besichtigen und noch eine Erfrischungspause einlegen zu können. Die Gruppe ist voll einverstanden.
Beim Abstieg auf dem Kreuzweg gehen kurzzeitig zwei Personen verloren, aber vor dem Dom finden wir alle wieder zusammen. Ich beende offiziell die Wanderung und sage wo und wie weit der Bahnhof liegt.
Die Einsiedler Klosterkirche wurde erst kürzlich renoviert und erstrahlt in üppigen Barock-Rosa-, Grün- und Goldtönen. Bei der schwarzen Madonna dürfen wir noch einer weiteren Gesangseinlage, diesmal in Latein, der Klosterbrüder zuhören. Am Brunnen vor dem Dom versammelt sich die Gruppe wieder und gemäss Anweisung von Claudia, trinken wir von allen zwölf Wasserstrahlen und sorgen so für unser Wohlergehen. Andere Pilger nehmen sogar Wasser in Flaschen mit, die Idee ist gut, so tun auch wir das, um für die zweistündige Heimfahrt versorgt zu sein.
Die Abfahrtszeit wird für zehn Teilnehmer nochmals um eine halbe Stunde hinausgeschoben, denn die Terrasse des Café Tulipan mit den Glacebildern verlockt zu sehr.
Wir nehmen den Zug um 18.00 Uhr und steigen in Wädenswil in den Intercity direkt nach Basel. Wer es schneller will, könnte in Zürich umsteigen, aber wegen 10 Minuten in Zürich durch die Bahnsteige hetzen und neue Plätze suchen lohnt sich nicht. Kurz nach 20.00 Uhr erreichen wir Basel und verabschieden uns auf dem Bahnsteig.
Es war eine starke und lustige Wandergruppe und ein wunderbarer Tag mit vielen grossen und kleinen Erlebnissen.
Mir hat es viel Spass gemacht.

staunende Rindli vor dem Gross Mythen
 
Aufstieg zum Furggelenstock, Blick zurueck gegen Ibergeregg
 
Gipfel Nummer 2:
Gipfel Nummer 2: Furggelenstock (1656m)
Furggelenstock
 
Aufstieg gegen Butziflue
 
Käferfrass-Kunst
 
 
Gipfel Nummer 3:
Gipfel Nummer 3: Punkt 1616 oberhalb der Butziflue
Pt 1616 (Gschwändstock)
 
Wilde Landschaft zwischen Gschwändstock und Stockhütte
 
zwischen Gschwändstock und Stockhütte
 
Farne und Katzenschwaenze, grün in grün
 
grün in grün mit Farbakzenten
 
Zwischenverpflegung auf dem Amselspitz
 
      Gipfel Nummer 5: Friherrenberg
Gipfel Nummer 5: Friherrenberg (1071m)
   
Aussicht vom Friherrenberg auf den Sihlsee
Aussicht vom Friherrenberg
                Kloster Einsiedeln

 

Hilfe zur Tourenplanung:   Landeskarte 1:25'000
  Blatt 1152 Ibergeregg
Blatt 1132 Einsiedeln
Links:   Benediktinerabtei Einsiedeln

Copyright for all pictures: Claudia Betschart
Last revised: July 14, 2002